Ich rauche – also bin ich… (Wie ich es zurzeit schaffe am Leben zu bleiben)

Ich studiere.

Das ist es, was ich immer wollte. Das ist, worauf ich die letzten Jahre hingearbeitet habe. Das ist schon immer das Einzige gewesen, das ich mir für ich vorstellen konnte.

Und jetzt?

Jetzt hab ich es geschafft und anstatt mich darüber zu freuen, hasse ich es. Es ist schrecklich. Es ist langweilig und einfach so, soooo anders als ich es mir vorgestellt habe/ hätte. Es ist einfach scheiße momentan.

Und warum?

Der Stoff ist langweilig, einige Kommilitonen nerven mich einfach, wir bekommen viel zu viel Input, viel zu viele Hausaufgaben und es ist einfach so trocken.

Das ist aber nicht alles…

Ich bin einfach zu verwöhnt! Ich habe die Schulzeit geliebt! Schule war alles für mich. Ich hab häufig gesagt, dass Schule mein Leben sei und damit habe ich nicht übertrieben! Ich hatte tolle Lehrer und bin immer gerne zur Schule gegangen…

Eigentlich hätte mir von Anfang an klar sein sollen, dass die Uni eine Enttäuschung werden würde, die niemals an meine Schule heranreicht, aber darüber habe ich nicht nachgedacht und dass es so grässlich werden würde, hätte ich auch nicht erwartet!

Wie ich es trotzdem aushalte?

Wie der Titel schon sagt, rauche ich momentan wieder. Ich rauche vor der Uni, in der Uni, nach der Uni… Ich versuche mich damit ein bisschen runter zu bringen und -so blöd es sich anhört- die Zigarette gibt mir Halt! Ich hab das Gefühl, dass ich nicht alleine bin und stehe lieber mit Kippe in der Hand vor dem Gebäude, als wie paralysiert auf mein Handy zu starren, damit ich nicht so erbärmlich wirke. Traurig, oder?! Aber das ist nicht alles: Ich hab an meinem ersten Unitag -dadurch, dass ich geraucht habe- meinen ersten Sozialkontakt geknüpft. In den folgenden Tagen bin ich in den Pausen öfter mit Leuten -auch wenn/ obwohl sie nicht rauchen- raus gegangen und konnte sie so besser kennenlernen.

Warum ich das jetzt erzähle? Und wo mein Problem liegt:

Man sollte meinen, dass das alles okay und völlig normal sei… Das ist es aber nicht – nicht für mich! Für mich ist das ein riesen Problem, dass die Leute mich jetzt rauchend kennen. Es ist schrecklich für mich und ich denke ständig darüber nach, was sie von mir denken, wenn ich jetzt aufhöre -und ich habe fest für aufzuhören, weil mein Herz bei jedem Euro blutet, den ich für Zigaretten aus dem Fenster werfe. Ich habe Angst, dass ich es dann nicht mehr schaffe mein ruhiges Image zu wahren und weiterhin die Uni zu besuchen. Ich habe Angst, dass meine Gefühle einfach aus mir rausplatzen, wenn ich sie nicht mehr „kompensiere“.

Ich habe Angst.

Und jetzt muss ich über meinen Schatten springen und etwas zugeben: Meine Angst hat nichts mit den Zigaretten zu tun… Ich hab einfach versucht einen Vorwand für meine Angst/ Aufgewühltheit/ mein Gefühlschaos zu finden, aber die Wahrheit ist:

Mir geht es schlecht. Mal wieder. Also eigentlich geht es mir mehr als schlecht. Ich habe starke Probleme was meine Impulskontrolle angeht und habe mit starken Depressionen zu kämpfen. Ich will und kann nicht mehr, aber anstatt mir eine Pause zu gönnen und auf meinen Körper zu hören, der seit 2 Monaten dauerhaft krank ist, versuche ich zu funktionieren. Und es klappt -wie immer. Aber ich kann das nicht mehr und ich habe Angst, dass die Fassade bröckelt und jemand mein kaputtes Ich zu sehen bekommt. Ich habe Angst zu versagen, zu weinen, alleine zu sein. Ich habe jeden Tag Angst vor der Ungewissheit, die der neue Tag mit sich bringt. Ich habe Angst im Seminarraum keinen Sitzplatz zu bekommen, dass die anderen mich auslachen, wenn ich eine falsche Antwort gebe, dass ich durchfalle. Ich hab Angst zu versagen und andere zu enttäuschen. Ich hab Angst, dass ich ewig Angst haben werde…

Ob ich was gegen meine Angst mache?

Ja, aber nichts Produktives… Ich steigere mich rein und versuche mich zu verstecken. Ich hab so viel bunte Kleidung, aber trage meistens schwarz. Ich hab ausgefallen Kleidung, süße rosa Pullis, bunte Kleider, hohe Schuhe, aber die trage ich nicht in der Uni. Dort verstecke ich mich in Oversize-Hoodies, schwarzen Hosen, Dr Martens und dezentem Make-Up. Ich versuche als „graues Mäuschen“ in der Masse unter zu gehen (was mit meinen 1,81m gar nicht so einfach ist…) und dabei gleichzeitig eine Mauer um mich zu bauen, sodass ich nicht gleich auf jeden sympathisch wirke, weil ich nicht nur Angst davor habe, alleine zu sein, sondern auch davor angesprochen zu werden oder gar aufzufallen. Es muss nicht jeder direkt merken, dass ich gutherzig, lieb und hilfsbereit bin. Da werde ich lieber für einen langweiligen Einzelgänger gehalten, der ich ja auch eigentlich bin. Ich bin einfach nicht das „typische Mädchen“, oder gar die „Partymaus“. Ich bin die, die lieber schreibt als spricht, die häufig ein wenig zu perfektionistisch ist, die, die für ihre Lieben töten würde, die sensibel ohne Ende, extrem harmoniebedürftig und alles andere als einfach und auch gerne kompliziert ist. Aber das muss ja nicht gleich jeder wissen! Mir wäre es auch lieber, ich wäre mehr ICH, aber das geht nicht, denn ich weiß weder genau –wer und wie– ich bin, noch –wer oder gar wie– ich gerne wäre. Ich wär gerne mal echt und ehrlich, ohne mir immer Tage im Voraus Gedanken darüber zu machen, wie ich zu welchem Zeitpunkt auftreten und wirken möchte, denn ich musste schon häufig am eigenen Leib erfahren, dass nicht jede Situation kalkulierbar ist. Außerdem ist es unglaublich anstrengend, wenn man immer alles planen will und versucht, es allen recht machen zu wollen. Und diese Gedanken, die man dafür verschwendet, die Kraft, die man dafür aufbringt, die kann ich nicht mehr geben. Und ich will es auch nicht mehr -vor allem, wenn ich mir vorstelle, was ich alles damit anfangen könnte!

Also fange ich an mein Ändern zu leben & so mein Leben zu ändern?

Wenn es eine Anleitung geben würde, die ich einfach befolgen müsste, dann ja! Aber leider ist das nicht so einfach und ich bin noch nicht bereit für einen neuen Kampf und erst recht nicht für etwas Neues.

 

soooo….genug davon #mimimi

Ich musste das einfach mal loswerden…

 

 

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33 Kommentare zu „Ich rauche – also bin ich… (Wie ich es zurzeit schaffe am Leben zu bleiben)

  1. Ah, wie sehr mich das an meinen ersten (missratenen) Versuch erinnert, zu studieren! Wie gut ich das verstehe! Nein, ich habe nicht angefangen zu rauchen damals (aufgrund einer Krankheit hatte ein Arzt mir einmal gesagt, meine erste Zigarette könne meine letzte sein, und das wollte ich trotz Depression irgendwie nicht riskieren), aber ich habe mit Dauermigräne, Ohnmachtsanfällen und ähnlichem reagiert. Ja, und Suizidgedanken hatte ich auch, aber ich war einerseits zu antriebsschwach, sie zu realisieren und andererseits hatte ich die TODSICHERE Methode noch nicht gefunden. Das Studium habe ich abgebrochen und durch eine praktische Ausbildung ersetzt (nach einer einjährigen Psychotherapie). Und irgendwann, nach dem Abitur meiner Tochter (!) habe ich ein anderes Studium begonnen, nebenberuflich, einen enormen Spaß daran gehabt und es sehr erfolgreich abgeschlossen. Mit 19 war ich wohl einfach sozial und psychisch noch nicht reif gewesen dafür. Du bist nicht zufällig mein jüngeres Ich?!

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    1. Danke für die Antwort! Obwohl man es natürlich keinem wünscht, ist es schön zu hören, dass man nicht alleine ist! Und wer weiß, wo mein Weg mich hinführen wird… Es macht auf jeden Fall Mut zu lesen, dass auch andere einen alternativen Weg gewählt haben. Liebe Grüße!

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  2. Ich hab mein Studium auch nach zwei Semestern abgebrochen, bin gar nicht mit dem neuen Rhythmus klar gekommen. Ich wusste damals aber auch noch gar nicht was zu mir passt, wer ich eigentlich wirklich bin und was ich später mal wirklich arbeiten möchte, was mich interessiert. Jetzt bin ich auch in einem völlig anderen Bereich gelandet. Der mir Spaß macht, der mich wiederspiegelt, und von dem ich damals gar nicht wusste, dass es ihn gibt 😀
    Deswegen, zum einen ist es glaub ich echt nicht so einfach, gleich das zu finden das zu einem passt und zum anderen, die Umstellung von Schule zum Studium so leicht mal wegzustecken.
    Stress dich nicht zu sehr, dass es das Studienfach gleich sein muss. Gib dir etwas Zeit wie es sich entwickelt, dann kannst du dich immer noch auf was anderes bewerben.
    Ich gehe schwer davon aus, dass es einigen anderen in deinem Semester auch so gehen wird 😉 und auch einige die jetzt in den Pausen neben dir stehen und wesendlich mehr rauchen, als dass sie es vor der Uni getan hätten.
    Ich verstehe auch deine Zweifel und Ängste, ich glaub da darf man sich selber aber keinen Vorwurf machen, dass man da auch einfach mal überfordert sein kann. Und sich bei all dem Stress die Zeit geben die eben nötig ist.
    Das ist natürlich nicht ganz so einfach, du tust dir damit aber einen riesen Gefallen, dir selber den Stress rauszunehmen 🙂

    Grüße, borderlife

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      1. Kann ja auch ein anders Studium, an einer anderen Uni, oder Hochschule sein. Oder eine FH. Studiengänge werden überall anders aufgebaut. Einige kommen mit der Uni und dem Aufbau nicht klar und wechseln an eine andere Hochschule oder FH. da werden öfter die selben Studienfächer angeboten. Aber anders gelehrt, Schulehnlicher. 🙂 Grüße, Borderlife

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  3. Die Angst, offen wie ein Buch zu sein, die Angst, ausgenutzt zu werden, die Angst zu versagen, die Angst den anderen ein NEIN zu erwidern, weil man doch eigentlich JA zu sich sagen möchte, zu seinen Bedürfnissen stehen möchte. Das ist wirklich sehr bedrückend, weil es einem die Glaubwürdigkeit an die eigene Person nimmt. Wenn Du eine Freundin hättest, die so mit Dir umgeht, was würdest Du tun?
    Was ich damit sagen will ist: Du bist so reflektiert, dass Du eigentlich ganz deutlich spürst, dass Dein Verhalten Dir nicht gut tut. Irgendetwas blockiert Dich, die richtigen Schritte zu gehen. Ich wünsche Dir, dass Du Dir Hilfe suchst und findest, um besser zu Dir zu stehen. Warte nicht zu lange, Dein Leben ist zu kostbar und da warten noch ganz viele glückliche Momente auf Dich! Aber Du musst bereit sein, zu gehen! Alles Gute Simone

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      1. Ich glaube man kann sein Leben nur dann gut finden, wenn man eben bereit ist, zu sich stehen zu wollen! Ich drück Dir die Daumen, dass der Knoten bald platzt!!

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  4. Liebe Alex, ich kann mich auch gut in deinem Post wiederfinden … Jahrelang hatte ich mich gefreut zur Uni zu gehen und als es dann so weit war – zack, nach einigen Wochen Depression, Angst, Panikattacken und Co. Ich fühlte mich so klein und unwissend zwischen den anderen, hatte durch meine Introvertiertheit Schwierigkeiten, neue Freunde zu finden und musste mich erstmal an die neue Art des Lernens im Studium gewöhnen (viel mehr Stoff als im Abi und viel mehr Eigenständigkeit beim Erarbeiten). Meine Ärztin meinte irgendwann, als ich mir dann Hilfe geholt hatte, zu mir, es sei gar nicht selten, dass Studenten zu Studiumbeginn mit einer Depression oder anderen seelischen Problemen kämpfen wegen dieses großen Umstellung.
    Mir hat damals ein Studiumsgang- und Uniwechsel geholfen, da ich mit meiner riesen Massenuni beim ersten Versuch nicht glücklich war und auch das Fach passte nicht so zu mir wie angenommen.
    Gibt es an deiner Uni vielleicht eine psychologische Beratung? Dort haben sie manchmal gute Tipps und Hilfestellungen, gerade für Erstsemester.
    Alles Liebe,
    Nelia

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    1. Ich bin momentan einfach froh, dass ich momentan keinen Therapeuten hab… Ich bin einfach therapiemüde und will endlich mal ohne Begleitung „mein Ding machen“…
      Schwierig, aber ich habe es schon öfter alleine aus einem Tief geschafft, nur momentan habe ich das Gefühl, dass es dies mal anders ist.
      Aber es macht Mut zu lesen, dass du das gleiche Problem hattest…und eine Lösung gefunden hast! Ich bin ja auch an einer sehr großen Uni und hab zT Vorlesungen mit 350 weiteren Leuten…

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      1. Ah okay, das ist dann natürlich etwas Anderes. Ich stecke gerade noch in meiner ersten Therapie …
        Achte auf jeden Fall gut auf dich und sei gut zu dir ♥ Vielleicht legt es sich ja in ein paar Wochen, wenn du dich mehr an das Unisystem gewöhnt hast und wenn nicht gibt es zum Glück noch einige anderen Option (kleinere Uni suchen, anderes Fach, duales Studium …) Alles Gute!!

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  5. Die Eigenschaften, die Du in Deinem Text für Dich benannt hast, finde ich alle sehr schön und sehr schützens- und bewahrenswert. ich weiß aber auch sehr genau, dass gerade solche Eigenschaften gerade in der heutigen Welt bisweilen sehr angreifbar und sehr verletzlich machen. Dennoch möchte ich Dich ermutigen, so zu sein und so zu bleiben, wie Du bist.

    Wenn wir anders zu sein versuchen als wir sind, werden wir vielleicht mit der Zeit eine Kopie von dieser oder diesem Anderen oder auch Mehreren, aber nie eine gute und nie eine authentische. Und empfindsam und kritisch zu uns selbst, wie wir nun mal sind, werden wir das sehr bald bemerken und unsere Unzufriedenheit mit uns selbst wird nicht kleiner sein, sondern nur noch eine neue Dimension erreicht haben.

    Nicht, dass ich mit mir zufrieden wäre, so wie ich bin (und ich bin ziemlich ähnlich wie Du, abgesehen davon, dass ich nicht weiblich bin 😉 ) Aber das, was ich Dir gerade geschrieben habe, beruht auf Erfahrung, eigener, zum Teil schmerzlicher.

    Du bist nicht langweilig und Deine Ängste und Depressionen machen Dich nicht zu einem schlechteren Menschen. Sensibilität ist längst nicht nur Schwäche. Ganz im Gegenteil! in ihr verbirgt sich zumeist sehr viel Schönheit. Innere, geistige, ethische. MENSCHLICHE!

    HInterfrage Dich, das ist wichtig, auch nötig, aber verurteile Dich nicht und versuche nicht, Dein Wesen zu verändern. Das ist gut so wie es ist.

    Viele freundliche, Mut machen wollende und liebe Grüße an Dich!

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      1. Hey, Du, was ich hier gelesen habe, ist nie und nimmer von einer „Kopie“ geschrieben worden! –

        Aber ich verstehe, was Du meinst: Du meinst den Alltag, das reale leben außerhalb einer virtuellen Welt wie der, in der wirt uns hier schreiben. Du verstellst Dich, oder versuchst es doch immer wieder, weil Du Dich verletzlich und angreifbar fühlst, wenn Du es nicht tust. Und mutmaßlich hast Du auch genau das schon wirklich erfahren müssen.

        Aber Dein ICH ist deshalb doch nicht verschwunden. Wer es sehen möchte, der wird es sehen können. Leider gibt es in Relation nur wenige Menschen, die sich derartige Mühe machen, die empfindsam genug dafür sind und vor allem rücksichtsvoll genug, um Dich eben nicht zu verunsichern oder gar zu verletzen.

        Ber es gibt solche Menschen. Und ein paar davon, so scheint es mir, begleiten Dich hier. Und die mögen Dein ICH und sie sehen es und schätzen es. Nichts mit Kopie … 😉

        Nochmals freundliche und liebe Grüße!

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  6. Als hätte ich selbst den Text geschrieben. Was habe ich dafür gekämpft, studieren zu können! Was habe ich die Schule geliebt! Und wie sicher war ich mir, niemals etwas anderes zu wollen! Und dann sass ich da in den ersten Vorlesungen und Seminaren, und von dem, was ich während der Schulzeit als ‚meines Welt‘ empfunden hatte, war nichts mehr übrig. Ich habe mich gelangweilt, fühlte mich unfassbar überflüssig und schämte mich zugleich, weil mich ein einziges Seminar wirklich interessierte – und das war erst noch aus dem Nebenfach. Ich habe mich vier Jahre lang (mit gesundheitstechnischen Unterbrüchen) gequält, ohne überhaupt den Bachelor zu machen, weil es sich etwas in mir so sehr gewehrt hat. Und vor einem halben Jahr habe ich abgebrochen. Mit 29. Ohne Abschluss. Mit eigentlich gar nichts ausser der Sicherheit, endlich das zu tun, was wirklich zu mir passt. Hat meinen Studienfächern so gar nichts zu tun. Fühlt sich aber sinnvoll an, und dieses Gefühl hatte ich in der Uni nie.
    Gib dir Zeit. Wenn es sich in ein paar Wochen noch immer falsch anfühlt, schau dich nach Alternativen um. Andere Uni, anderes Fach, vielleicht doch eine Ausbildung, ein berufsbegleitendes Studium oder auch erstmal gar nichts und einfach arbeiten, bis du eine Idee hast. Es ist okay, nicht sofort den richtigen Weg zu finden. Auch wenn die Gesellschaft was anderes sagt. Hör auf dich selbst, nicht auf die anderen. Wenn du den Halt in dir findest, müssen ihn dir die Zigaretten nicht mehr geben.
    Alles Liebe
    Elín

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  7. Hallo liebe Alex,
    mein Studium an einer FH war so verschult, dass es nervte. Ich habe es denoch geliebt, bis zu einem Punkt. Ich kam lange mit dem Gefühl nicht klar, dass ich an einer FH bin. Wie hat man denn als Studentin zu sein? Und als massives Mobbing Opfer waren Menschen in meinem Alter eher eine potentielle Gefahr. Ich finde es auch normal, dass du dich nicht so recht traust so zu sein, wie du bist. Studenten sind in den Köpfen der Menschen immer so… keine Ahnung, Hippster? Wie viele seit ihr im Semester? Ganz ehrlich, sei du selbst, denn nur dann wirst du nicht schräg angeschaut. Jeder sieht wie du zu mauern versuchst, was schräger wirkt, als alles andere. Steh zu dir. Ich habe Wochen damit verbracht aufzuschreiben wer ich bin, was mich ausmacht. Komischer Weise hat es geholfen.
    Und ja zu studieren ist Arbeit, harte Arbeit. GGerade das Grundstudium. Ich schicke dir Kraft
    Herzlichst Alice

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    1. Wir sind 2 oder 3000 Erstis… Jedenfalls hab ich bis jetzt immer gehört, dass das Studium (egal welches) so easy sei & dass man nie mehr Freizeit hat, als als Student…
      Irgendwie fühle ich mich „leicht“ verarscht & suche den Fehler bei mir -wie immer…
      Aber naja.

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      1. ja klar, dass sagen meistens Leute die nie studiert haben. Ich hatte nie Semesterferien.War ständig am lernen und machen und tun. Das ist so seit Bachelor. Und Master, die die Zeit hatten, waren die Diplom-Menschen. Jetzt wird ja schon das Bafoeg gestrichen, wenn man dann und dann nicht alle Prüfungen und Credits hat. Studenten und entspanntes Leben. Bullshit

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  8. Wir sind uns in so vielen Punkten sooo ähnlich! Für mich war die Schule auch alles und jetzt einen neuen Weg zu finden war/ist für mich auch sehr schwierig. Ich spiele auch immer graues Mäuschen und denke ständig darüber nach, was die anderen über mich denken, würde ich nur eine Kleinigkeit an mir ändern. Ich weiß, dass ich mich damit nur selbst schützen möchte, aber es schränkt ein und macht mich auch nicht glücklich. Ich schicke dir viel Kraft und lass nur alles raus! Das hilft mir auch immer! 😉
    Alles Liebe, Julia

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  9. Ich selbst bin grade auch relativ unglücklich in meinem Studium, bin nun aber schon im 5. Semester und bald durch. Ich merke, dass ich mit Menschen aus anderen Studienfächern viel besser zurecht komme und dass ich mich besonders gut fühle, wenn ich von Anfang an authentisch gegenüber ihnen bin. Am Anfang meines Studiums wusste ich noch nicht wer ich bin und was ich wollte. Habe mich also häufig verstellt und angepasst, um dazuzugehören. Wenn ich jetzt neue Leute kennen lerne, versuche ich direkt ehrlich zu sagen, was meine Interessen sind und mich so zu zeigen, wie ich bin. Wenn ich mich mit Menschen umgebe, die ähnliche Lebensvorstellungen habe wie ich, wenn ich DInge tue, die mich erfüllen, muss ich auch nichts kompensieren. Es ist ein schwieriger Weg, aber mein Endziel ist es authentisch zu sein, dadurch Gleichgesinnte anzuziehen, mich selbst zu verwirklichen und im Endeffekt einfach glücklich zu sein. Ich wünsche dir, dass du ein Studium findest, dass zu dir passt und dadurch auch Menschen in dein Leben zieht, die dich unterstützen und vor denen du dich nicht „verstecken“ musst.

    Liebste Grüße,
    Alina von Selfboost

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  10. Hallo onedayafreeprincess, ich bin schon ein Leben lang Nichtraucher, vielleicht liegt es ja auch daran, dass meine Worte nicht nur Schall und Rauch sind, doch so wie ich deine Äußerungen hier wahrnehme, hast du gute Voraussetzungen dafür, Worte zu erfassen und über meinen Blog logisch zu begreifen, sodass die Plage der babylonischen Muttersprache (die Sprache der geregelten Verunsicherung) dich verlässt, um übers wahre Wort belebt, zu reifen.

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